Große Orchestermusik zum 40. Leobendorfer Kulturherbst
Das Symphonieorchester der Regionalmusikschule Kreuzenstein begeisterte an zwei Tagen mit einem anspruchsvollen Konzertprogramm und dem herausragenden Cellosolisten Endre Steger.
Mit zwei beeindruckenden Konzerten eröffnete das Symphonieorchester der Regionalmusikschule Kreuzenstein am 17. und 18. Oktober den 40. Leobendorfer Kulturherbst. Sowohl beim festlichen Eröffnungskonzert am Samstagabend als auch bei der Matinée am Sonntagvormittag erlebte das Publikum im Grunerhof Leobendorf große Orchestermusik auf hohem Niveau. Begeisterte Konzertgäste und lang anhaltender Applaus sorgten an beiden Tagen für eine großartige Stimmung.
Den Auftakt bildete am Samstag ein Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Leobendorfer Kulturherbstes. Bürgermeisterin Magdalena Batoha begrüßte die Konzertgäste, bevor Kulturrätin Andrea Hohenecker auf die Entstehung und Entwicklung der traditionsreichen Veranstaltungsreihe zurückblickte. Auch der Korneuburger Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Christian Gepp gratulierte zum Jubiläum und überbrachte die Grüße von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Musikschuldirektor Thomas Stockhammer stellte mit großer Freude das Symphonieorchester, seine besondere Zusammensetzung aus jungen Talenten, Lehrkräften und erfahrenen Musikern sowie den Solisten Endre Steger und das anspruchsvolle Konzertprogramm vor.
Unter der Leitung von Rubén Sánchez eröffnete das Symphonieorchester das musikalische Programm mit Jean Sibelius’ eindrucksvoller Tondichtung Finlandia. Anschließend stand das Cellokonzert in h-Moll von Antonín Dvořák auf dem Programm. Solist Endre Steger begeisterte mit einer herausragenden Darbietung. Mit beeindruckender Virtuosität, musikalischer Ausdruckskraft und technischer Brillanz machte er das anspruchsvolle Cellokonzert zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis. Auch das Orchester meisterte die großen Herausforderungen dieses Werkes mit bemerkenswertem musikalischem Können.
Eine besondere Geschichte verbindet Endre Steger mit der Regionalmusikschule Kreuzenstein: Bereits im Alter von sechs Jahren begann er dort seine Ausbildung am Violoncello bei Thomas Kristen, der bis heute als Cellolehrer an der Musikschule unterrichtet. Bei beiden Konzerten saß Thomas Kristen selbst im Symphonieorchester und begleitete seinen ehemaligen Schüler, der inzwischen auf internationalen Konzertbühnen zu Hause und Mitglied der Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker ist.
Nach der Pause eröffnete die schwungvolle Ouvertüre zu Franz von Suppés Die schöne Galathée den zweiten Konzertteil. Mit Nikolai Rimsky-Korsakows Capriccio espagnol folgte ein weiteres anspruchsvolles Werk, das mit virtuosen Solopassagen und temperamentvollen Rhythmen das Können des gesamten Orchesters forderte. Als Zugabe erklang ein Walzer aus Dornröschen in einer Bearbeitung von Pavel Singer.
Das Symphonieorchester der Regionalmusikschule Kreuzenstein vereint aktive und ehemalige Schülerinnen und Schüler, Musikschullehrkräfte sowie professionelle Musikerinnen und Musiker. Diese besondere Zusammensetzung ermöglicht jungen Talenten, große symphonische Werke selbst auf der Konzertbühne zu spielen und dabei wertvolle Orchestererfahrung zu sammeln.
Auch die Matinée am Sonntagvormittag wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. In etwas familiärerer Atmosphäre genossen die Konzertgäste noch einmal das abwechslungsreiche Programm und die beeindruckenden Leistungen des Orchesters und des Solisten. Beide Konzerte zeigten eindrucksvoll die hohe musikalische Qualität des Symphonieorchesters und der Regionalmusikschule Kreuzenstein.
Mit großem Applaus und begeisterten Rückmeldungen gingen zwei rundum gelungene Konzerttage zu Ende. Ein würdiger musikalischer Auftakt zum 40. Leobendorfer Kulturherbst, der zugleich zeigte, welchen wichtigen Beitrag die Regionalmusikschule Kreuzenstein zum kulturellen Leben der Region leistet.





